Anke Feuchtenberger
Genossin Kuckuck / Der Spalt
Zum Buch
Kerstin kommt zu spät: Ihre Großmutter ist bereits beerdigt und das Fotoalbum, welches ihr versprochen wurde, ist nicht zu finden. Sie kommt nicht mehr weg aus der alten Dorfschule, in der ihre Großmutter Russischlehrerin war und in der sie aufwuchs. Kerstin wird von Effi heimgesucht, der sie noch die Einlösung eines Schwurs schuldig ist, und von Sternemann&Greiff, die – mit Rachegedanken ins Dorf zurückgekehrt – erfahren, wer sie damals wirklich ins Heim gebracht hat. »Genossin Kuckuck« ist eine fantastische und zugleich autobiografische Bilderzählung, die den Bogen über eine Kindheit im Dorf Pritschitanow der 1960er Jahre bis zur Privatisierung von Volkseigentum in den 1990ern spannt. Anke Feuchtenberger hat unter dem Arbeitstitel »Ein deutsches Tier im deutschen Wald« über ein Jahrzehnt an dieser Geschichte gearbeitet. Die Graphic Novel war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024.
Über Anke
Anke Feuchtenberger, geboren 1963 in Berlin (DDR), studierte an der Kunsthochschule Berlin. Sie arbeitet seit 1989 als freiberufliche Künstlerin und ist 1997 als Professorin für Zeichnen und Grafische Erzählung an die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg berufen worden. 2022 erschien bei Reprodukt die Gesamtausgabe des Langzeitprojektes »Die Hure H« mit der Autorin Katrin de Vries. 2020 erhielt sie den Max & Moritz Preis des Internationalen Comic-Salons Erlangen für ein herausragendes Lebenswerk. Ihre Arbeiten wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und durch Veröffentlichungen und Ausstellungen in Museen und Galerien international bekannt.