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Lesung

Tete Loeper: Barfuß in Deutschland

Nora Bossong: Schutzzone

Samstag, 2. Juli, 19 Uhr, Waldpark
Bei Regen: Glashaus

Moderation: Iris Brand und Kristin Wolz

Im Waldpark

 

Natürlich ist das nicht die einzige Geschichte, die man über das Land erzählen kann

Wie kann in den Konflikten der Vergangenheit die Hoffnung auf Versöhnung entstehen? Was bedeuten Vertrauen und Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Wie verhält sich Zeugenschaft zur Wahrheit? Und wer sitzt darüber zu Gericht? Tete Loeper und Nora Bossong schauen von unterschiedlichen Blickwinkeln schauen von unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Länder Ostafrikas.

Tete Loeper kommt gebürtig von dort und erzählt in »Barfuß in Deutschland« die Geschichte von Mutoni, einer jungen, gebildeten Frau aus Ruanda, die nach dem Tod ihrer Mutter beschließt, auszuwandern. Über eine ehemalige Mitschülerin erhält sie das Angebot, nach Hamburg zu ziehen und dort einen Mann zu heiraten. Voller Zuversicht und Hoffnung auf ein besseres und wohlhabenderes Leben begibt sie sich auf den Weg nach Deutschland. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft zeigt sich, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt werden: Ihre Unwissenheit führt sie in die Zwangsprostitution.

Nora Bossong erzählt in »Schutzzone« von Mira, die nach Stationen bei der UN in New York und Burundi für das Büro der Vereinten Nationen in Genf arbeitet. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln.

In ihrem aktuellen Sachbuch »Die Geschmeidigen: Meine Generation und der neue Ernst des Lebens« fragt Nora Bossong nach den um 1980 Geborenen, die heute in politischer Verantwortung sind – wie Annalena Baerbock oder Christian Lindner, die zwischen Selbstverwirklichung und Verantwortung stehen.

 
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Nora Bossong

liest aus »Schutzzone«

Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, schreibt Lyrik, Romane und Essays, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis, dem Wilhelm-Lehmann-Preis und dem Thomas Mann Preis 2020. Nora Bossong lebt in Berlin.

Tete Loeper

liest aus »Barfuß in Deutschland«

Divine Gashugi Umulisa, bekannt unter ihrem Pseudonym Tete Loeper, wurde 1990 in Ruanda geboren. Sie lebte während des Völkermords an den Tutsi in Burundi und im Kongo im Exil. In Ruanda arbeitete sie unter anderem in Forschungsprojekten mit gefährdeten Mädchen und jungen Frauen und leitete Workshops für kreatives Schreiben. Seit 2016 lebt sie in Baden-Württemberg und ist als Autorin, Schauspielerin und Bildungsreferentin für interkulturellen Austausch und globales Lernen tätig.

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Nora Bossong zählt zu den intellektuell anregendsten und neugierigsten Stimmen ihrer Generation.

Denis Scheck