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Interaktiv

Jan Snela: Woraus wird morgen gemacht sein?

Zoom

Mittwoch, 3. August, 21 Uhr

Anmeldung in Kürze hier möglich

Silke Schellhammer: School of Talents

 

Zukunftslabor mit Jan Snela via Zoom

Woraus wird morgen gemacht sein? Sie kommt auf uns zu, die Zukunft. Manche sagen sogar, sie habe schon längst begonnen. Aber wie kommen wir ihr entgegen? Allzu lange meinten wir, sie uns fiktiv vom Leib halten zu können. Gerne vertagten wir so immer weiter, was gewesen sein wird. Ist das in der aktuellen Lage aber noch drin? Der Schriftsteller Jan Snela lädt alle Interessierten ein, sich in einem interaktiven Zukunftslabor gemeinsam Gedanken über die Zukunft zu machen. Was löst die Vorstellung ihres Begriffs in uns persönlich aus? Woher kommt sie eigentlich auf uns zu? Kann sie wie etwas behandelt werden, das analog zum Jetzt – nur eben: noch nicht – ist?
Oder ist ein solcher bloßer Vorzeichenwechsel für das letztlich doch vertraute Lied ein allzu billiger Trick, um uns wahrhaftig ihrer polyphonen Tonalität zu nähern? Ins Spiel kommen neben unseren eigenen Visionen literarische Strategien und theoretische Aspekte, um gemeinsam an einem Kaleidoskop zu basteln, das unsere Optik für die Streueffekte des Kommenden scharfstellt. Und um ein Sensorium dafür zu entwickeln, als welch eine Schar an Horizonten sie, »die Zukunft«, uns aus ihrem nahen Fernen berührt.

 
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Jan Snela

Zukunftslabor via Zoom

Jan Snela wurde 1980 in München geboren und lebt zurzeit in Stuttgart und Tübingen. Studium der Komparatistik, Slawistik und Rhetorik in München und Tübingen. 2016 erschien das Prosadebüt »Milchgesicht. Ein Bestiarium der Liebe« (Klett-Cotta), das 2017 mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet wurde. Neben Veröffentlichungen von Erzählungen und Essays in Zeitschriften und Anthologien ist er auch Verfasser von Radio-Essays mit Nähe zum Hörspiel. Für die Stuttgarter Akademie für gesprochenes Wort konzipierte und moderierte er zusammen mit der Literaturkritikerin Julia Schröder die Lesungsreihe »soundso«, die seit Sommer 2018 Prosa unter dem Aspekt ihrer Klanglichkeit fokussiert. Für das Literaturhaus Stuttgart befindet er sich seit zwei Jahren auf der Suche nach neuen Formaten für die kollektive Produktion und Rezeption von Literatur.